Neuer Kurs: Wie Unternehmen unser Wasser schützen können
Verfasst von Joanna CONNELL
Wasser steht im Zentrum vieler wirtschaftlicher Aktivitäten: Industrielle Produktion, Landwirtschaft, Energie, Textilindustrie, digitale Technologien ... Und doch werden die Zusammenhänge zwischen Wasser und Unternehmen oft unzureichend erkannt und nur teilweise berücksichtigt. Angesichts von Wasserstress, vermehrten Dürreperioden und zunehmendem regulatorischem Druck wird es für Unternehmen jedoch immer wichtiger, ihre Wasserabhängigkeit zu verstehen, ihren Wasser-Fußabdruck zu messen und ihre Wasserrisiken zu identifizieren.
Ermittlung des Wasser-Fußabdrucks und der Wasserrisiken
Aus dieser Erkenntnis heraus entstand der Kurs „Wie Unternehmen unser Wasser schützen können“, welcher darauf abzielt, die Wechselwirkungen zwischen Wasser und Unternehmen in verschiedenen Branchen zu untersuchen sowie Wege aufzuzeigen, deren Auswirkungen zu verringern und Krisen widerstandsfähiger zu begegnen.
Doch bevor man handeln kann, muss zunächst der aktuelle Stand definiert werden. Im Gegensatz zum CO₂-Fußabdruck erfordert die Messung des Wasser-Fußabdrucks die Berücksichtigung des lokalen Kontexts: Nicht alle Kubikmeter sind gleich, je nach Region und Jahreszeit. Unsere Schulung vermittelt Methoden und Werkzeuge, um sich hierbei zurechtzufinden (einschließlich kostenloser Ressourcen wie dem Aqueduct-Tool des WRI) und hilft Unternehmen dabei, ihre Wasserrisiken zu identifizieren – ob physisch (Dürre, Wasserknappheit), regulatorisch, wirtschaftlich oder reputationsbezogen.
Umsetzung unternehmensspezifischer Strategien
Sobald der Ist-Zustand ermittelt wurde, lautet die nächste Frage: Wo soll man bloß anfangen? Auch wenn es keine allgemeingültige Lösung gibt, vermittelt unser Kurs allgemeine Maßnahmen, die auf mehreren Ebenen umgesetzt werden können:
- An den Unternehmensstandorten
- Entlang der Wertschöpfungskette
- Auf Strategieebene
- Auf regionaler Ebene (Einzugsgebiet)
Wir gehen dabei auch auf die Grenzen bestimmter Ansätze und häufige Fehler ein, die es zu vermeiden gilt, damit jegliche Lösungsversuche bestehende Probleme nicht einfach nur verlagern.
Expertinnen und Experten aus Praxis und Forschung
Der praxisnahe Kurs stützt sich auf die ergänzende Expertise von Thierry Ziegler (Arkema), der seine Erfahrungen bei der Durchführung einer groß angelegten Wasseranalyse teilt; Aurora Gomez (Tu Nube Seca Mi Río), die aus der Praxis über wasserbezogene Nutzungskonflikte und regionale Herausforderungen berichtet; und Sara Fernandez (INRAE), die wissenschaftliche Einblicke in die Grenzen technischer Lösungen und gängiger Vorurteile gibt. All dies wird in unserem Kursprogramm abgedeckt, welches in sechs Kapitel unterteilt ist:
- Wasser und Unternehmen: Abhängigkeiten und Auswirkungen
- Wasserrisiken: Verständnis und Antizipation
- Messung des Wasser-Fußabdrucks: Methoden und Werkzeuge
- Aktionshebel an Standorten und im Betrieb
- Handlungsansätze in der Wertschöpfungskette und der Strategie
- Grenzen technischer Lösungen und Fallstricke
Entdecke jetzt unseren Kurs Wie Unternehmen unser Wasser schützen können – und um die Grundlagen des Wasserkreislaufs noch einmal aufzufrischen, empfehlen wir unsere Schulung zum Thema Wasserkrisen.